Die neue Dreifachsporthalle der Mittelschule Kollegium St. Fidelis ersetzt die beiden bestehenden Turnhallen und bildet den östlichen Abschluss des Schulgeländes. Sie fügt sich harmonisch in die Hangkante des Grundstücks ein und schließt nahtlos an den bestehenden Baukörper an. Die klare und prägnante Volumenkomposition wird durch einen zweigeschossigen Mantelbau gegliedert, der nicht nur eine subtile Zäsur zum denkmalgeschützten Bestandsbau setzt, sondern auch einen fließenden Übergang zur umliegenden Landschaft schafft.
Die Architektur berücksichtigt die langfristige Nutzbarkeit und ermöglicht durch die Verortung der Dreifachsporthalle im Erdgeschoss eine spätere Aufstockung des Gebäudes ohne die Trauflinie des Bestandsgebäudes zu stören.
Die gut strukturierte Raumorganisation und das klare Konzept ermöglichen eine einfache Orientierung für alle Nutzergruppen. Das Foyer im ersten Obergeschoss verbindet die Sporthalle mit dem Bestandsbau und bietet direkten Zugang zum Sportunterricht. Über den Zuschauerbereich sind die Garderoben erreichbar, während der Kraft- und Fitnessraum einen Bezug zur Landschaft hat. Zwei Zugänge führen zum Hallenniveau, und ein zentraler Korridor erschließt die Hallen und Geräteräume.
Die Materialwahl und das äußere Erscheinungsbild des Neubaus greifen lokale Baustile auf und verbinden natürliche Materialien wie Stein und Holz zu einer zeitgemässen und nachhaltigen Architektur.
Die Fassade orientiert sich an der bestehenden Turnhalle und verwendet wiederverwendete Bauelemente wie Stahlbetonstützen und Fensterelemente. Im Inneren sorgt eine Holzverkleidung für eine angenehme Atmosphäre und akustische Wirksamkeit, während große Fensterflächen den Raum mit natürlichem Licht durchfluten.
Die Freiraumgestaltung berücksichtigt ökologische Prinzipien, wobei der Bach als vernetzendes Landschaftselement integriert wird. Der Außenbereich bietet Platz für Parkierungen und Aufenthaltsflächen, die durch Neupflanzungen und entsiegelte Oberflächen ökologisch aufgewertet werden.
| Verfahren | Offener Projektwettberb | |
| Jahr | WB 2023 | |
| Bauherrschaft | Kanton Nidwalden, Baudirektion, Vertreten durch das Hochbauamt | |
| Baukosten | 17.57 Mio CHF | |
| Leistungen | Wettbewerb | |
| Bearbeitung | GEBHARD/HOFFMANN zusammen mit Rosenmayr Landschaftsarchitektur |
Pläne und Visualisierungen
Die neue Dreifachsporthalle
ist in ihrer Volumetrie klar ablesbar.
Alle weiteren Nutzungen sind in einem zweigeschossigen
Mantelvolumen angesiedelt, welches zum einen die erforderliche Zäsur
zum denkmalgeschützen Hautgebäude und zum anderen einen harmonischen
Übergang zum östlich angrenzenden Landschaftsraum.
Im Sinne der Nachhaltigkeit und
der Wiederverwendung
von Baumaterialien werden die markanten,
vorfabrizierten Stahlbetonstützen,
die Sturz- und Brüstungselemente sowie
die vertikal gegliederten Fensterelemente
wiederverwendet und schaffen die Grundlage
für die Fassadengestaltung
und vertikale Gliederung.