Auf dem Gelände der ehemaligen Chemiefabrik in Uetikon am See entsteht ein neuer Bildungscampus mit einer Kantons- und Berufsfachschule. Das Areal, in unmittelbarer Nähe zum Zürichsee gelegen, wird in ein lebendiges Quartier mit Bildungs-, Wohn- und Dienstleistungsnutzungen überführt. Ein öffentlich zugänglicher Seeuferpark sichert den freien Zugang zum See.
Die neuen Schulbauten fügen sich architektonisch in das denkmalgeschützte Ensemble ein. Die Kantonsschule wird im östlichen, die Berufsfachschule im westlichen Teil des Areals angesiedelt. Dazwischen liegt ein gemeinsames Kulturgebäude mit Aula, Mediothek und öffentlich nutzbaren Räumen – inspiriert von der Silhouette des früheren Silogebäudes.
Die Freiraumgestaltung schafft abgestufte Raumabfolgen mit vielfältigen Aufenthaltsbereichen, vom Seeuferpark bis hin zu gartenähnlichen Binnenhöfen. Zwei zentrale Innenhöfe – der „Garten der Transformation“ und der „Werkstatthof“ – thematisieren den Wandel vom Industrie- zum Bildungsstandort unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Biodiversität.
Eine wichtige städtebauliche Maßnahme ist die Passerelle, welche die Erschließung vom höher gelegenen Dorfkern über die Bahnlinie hinweg bis zum See ermöglicht. Sie verbindet Schulgebäude, Sporthallen und Seeufer barrierefrei und bietet weite Ausblicke auf den Zürichsee.
Verkehrlich wird das Areal kompakt und funktional erschlossen. Die meisten Veloabstellplätze und Parkierungen befinden sich nördlich der Seestrasse. Das südlich gelegene Gelände bleibt, bis auf Lieferverkehr, weitgehend autofrei.
| Verfahren | Offener Projektwettberb für Generalplanerteams | |
| Jahr | WB 2021 | |
| Bauherrschaft | Hochbauamt Kanton Zürich | |
| Baukosten | 230 Mio CHF | |
| Leistungen | Wettbewerb | |
| Bearbeitung | ARGE GEBHARD/HOFFMANN & Anaïs Architektur zusammen mit Zwischenraum Landschaftsarchitekten |
Pläne und Visualisierungen