Der Projektperimeter liegt im Unterdorf der Gemeinde Langnau am Albis und umfasst verschiedene öffentliche Gebäude sowie unmittelbar angrenzende Wohnnutzungen. Dieser dichte, heterogene Nutzungsmix generiert enge und teils uneinsehbare Räume, welche durch den topografisch leicht abschüssigen, Geländeverlauf nochmals verstärkt wahrgenommen werden.
Um den Ort zu entflechten, neu zu gliedern und verlorengegangene Qualitäten zurückzugewinnen sieht der Entwurf vor, die 3-fach Turnhalle zusammen mit der Tagesstruktur und dem Inlinehockeyfeld als gemeinsames Volumen kompakt zu organisieren. Der hierdurch entstehende Gebäudekörper ist für alle Nutzer gleichermassen zentral gelegen und bildet mit dem bestehenden Pavillon "Im Widmer" ein neues Zentrum innerhalb der bestehenden Anlage. Das Versetzen des Inlinehockeyfeldes auf das Dach der 3-fach Turnhalle löst die bestehende Schallschutzproblematik und bietet die Möglichkeit, den aktuell belegten Freiraum als neue Mitte zu gestalten und die Fläche zu entsiegeln. Die Setzung der Turnhalle entlang der Widmerstrasse ermöglicht es, diese zu erhalten und als Begegnungszone und für Anlieferungen und Notzufahrt zu nutzen.
Im Hinblick auf die Erweiterung des Schulhauses "Im Widmer" ist vorgesehen, diese als Teil der ohnehin nötigen Sanierungsmaßnahmen 2027 zu vollziehen. Die vorgeschlagene Neuorganisation im Bereich des heutigen Singsaals ermöglicht es, die geforderten Räume effizient in den Bestand zu integrieren und dabei die gesamthaft notwendige, behindertengerechte Erschliessung der Schulanlage zu realisieren.
Die Verdichtung im Norden ermöglicht es, die südlichen Pausenaussenräume zu erhalten, wodurch der Puffer gegenüber der im Süden angrenzenden Bebauung erhalten bleibt. Durch die nördliche Erweiterung des Schulhauses "Im Widmer", die Setzung der neuen 3-fach Turnhalle und den bestehenden Pavillon entsteht dazwischen eine Freiraum-Achse, welche die schulischen Nutzungen und den öffentlichen Raum miteinander verbindet. Schüler wie auch Besucher werden durch das Areal geführt und können sich aufgrund der Sichtbezüge und an Gestaltungselementen auf dem Areal gut orientieren.
| Verfahren | Selektiver Projektwettbewerb | |
| Jahr | WB 2022 | |
| Bauherrschaft | Gemeinde Langnau am Albis | |
| Baukosten | Gesamtkosten ca. 19.3 Mio. CHF | |
| Leistungen | Wettbewerb | |
| Bearbeitung | GEBHARD/HOFFMANN zusammen mit Anaïs Architektur und Rosenmayr Landschaftsarchitektur |
Visualisierung und Pläne